Aktuelle Trends bei TerrassenmöbelnNeue Materialien und modernes Design halten Einzug auf der Terrasse
Aktuelle Terrassenmöbel erinnern an den Sechziger Jahre Science-Fiction-Modernismus. Außerdem setzen Hersteller auf neue Materialien wie Thermoholz oder Eternit.
Vor nicht allzu langer Zeit begnügte man sich im Außenwohnbereich mit einer einfachen Bierbank und dem dazugehörigem Holztisch. In den letzten Jahren hat jedoch die Design-Industrie zunehmend auch die Terrasse und den Balkon ins Visier genommen. So ist nicht nur das Produktangebot deutlich größer geworden. Auch toben draußen an der frischen Luft ähnliche Trend- und Stilkämpfe wie im Wohnzimmer oder der Küche. Sehnsucht nach dem SüdenTrotz der gestiegen Ansprüche gibt es bei den Terrassenmöbeln immer noch Traditionalisten. So stellt der französische Hersteller fermob Tische und Stühle aus Metall her, wie man sie aus südfranzösischen Bistros kennt. fermob hat sein Programm von Terrassenstühlen durch die Einführung neuer Formen und eines breiten Farbspektrums vorsichtig modernisiert. Bei den Holzmöbeln geht der Trend weg von Tropenholz. Um Umwelt- und Klima besorgte Konsumenten greifen lieber zum Thermoholz. Durch ein kontrolliertes Erhitzen auf bis zu 220 Grad wird der Zellaufbau des Holzes so verändert, dass die Möglichkeit der Wasseraufnahme entscheidend verändert wird. Das Holz erreicht auf diese Weise die Festigkeit und Härte von Tropenhölzern. Thermoholz wird sowohl für Terrassenböden als auch für Außenraum-Möbel verarbeitet. Digitales ModellierenEin weiteres klassisches Material für Terrassen-Möbel sind Korbgeflechte. Die traditionelle Flechttechnik ist derzeit wieder sehr gefragt. Heute benutzen die Hersteller jedoch keine Naturmaterialien, sondern Kunststoffe. Diese sind lange haltbar und bedürfen keiner zusätzlichen Pflege. Die Gestalterin Patricia Urquiola hat für b&b italia ein Outdoor Programm entworfen, das die traditionelle Flechttechnik mit digitalen Entwurfstechniken verbindet. Die italienische Designerin erhält auf diese Weise einen ungeheueren Gestaltungsfreiraum. Die Möbel erinnern mit ihren fließenden Formen an die Science-Fiction-Ästhetik der Sechsziger Jahre. Anleihen beim FlugzeugbauDa Terrassenmöbel besonders widerstandsfähig sein müssen, experimentieren die Hersteller mit immer neuen Materialien. So arbeitet die Schweizer Firma nanoo mit Faserverbundstoffen, wie sie sonst nur im Flugzeugbau verwendet werden. Die Möbel sind sehr leicht, aber trotzdem robust. Sie brauchen keinen Anstrich oder zusätzliche Pflege. Eine interessante neue Technik verwendet die ebenfalls aus der Schweiz stammende noch junge Designfirma labelform. Deren Möbel sind aus einen Edelstahlnetz geknüpft. Auf diese Weise lassen sich sehr leicht wirkende Formen gestalten. Auch bei den Stahlnetzmöbeln verbinden sich modernes Design und hohe handwerkliche Qualität Zurück zum Betonlabelform setzt auch auf ein Material, welches seit einigen Jahren bei vielen Architekten wieder großen Zuspruch findet: Eternit. Lange Zeit waren die faserverstärkten Beton-Platten wegen ihres hohen Gehalts an Asbest vom Markt verschwunden. Seit dem die Firma Eternit ihre Platten ohne Asbest herstellen kann, erlebt das Material eine Renaissance. Die Eternit-Platten bieten die Möglichkeiten, sehr leicht wirkende, lässig geschwungene Formen zu kreieren. labelform nimmt bei seinen Ethernit-Möbel Anleihen an dem berühmten Strandstuhl des Schweizer Möbeldesigner Willi Guhl. Die labelform Sitzmöbel können sowohl im Außenbereich als auch in Innenräumen verwendet werden. Andere Hersteller wie zum Beispiel Viteo aus Österreich fertigen Sitzbänke oder Feuerstellen komplett aus Beton. Die Betonmöbel sind minimalistisch gestaltet und wirken durch ihr Gewicht und ihre Askese sehr konzentriert.
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